Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell (Übersicht)

Ein Buch wie Gendlins Prozess-Modell kann man nicht abschließend verstehen. Sonst hätte man das Wesen dieser Art von Philosophie glatt verfehlt. Möglich ist es lediglich, das eigene implizite Verständnis dessen, was Prozessphilosophie für einen selbst ist, mit immer weiteren expliziten Bedeutungsfacetten anzureichern, und dabei immer weiter vorwärts zu gehen, „hinein in ein kontinuierliches Philosophieren“ (505). In diesem Beitrag versuche ich, in meinen eigenen Worten auszudrücken, was ich verstehe, wenn ich dieses Werk lese. Das muss nicht immer „stimmen“ – ich versuche hier lediglich, mir selbst einen Reim darauf zu machen.

Ich möchte das Buch hier für mich selbst nach und nach zusammenfassen, sowie die Gedanken, die beim Lesen in mir entstehen, mit meinen Leserinnen und Lesern teilen. Sie sind eingeladen, sich zu beteiligen – klicken Sie unten im Inhaltsverzeichnis in die einzelnen Abschnitte, hören Sie sich die Audios an, lassen Sie das Gehörte (und, falls Sie dieses Buch selbst lesen, auch das Gelesene) in sich wirken. Vermutlich wird dabei Vieles nicht ohne Weiteres verstehbar sein. Falls das so ist, wundern Sie sich nicht, das ist normal. Gendlin selbst sagte einmal, dass man dieses Buch wie ein Gedicht oder wie eine Metapher lesen solle.

Nutzen Sie die Kommentarfunktion, um mir und anderen Ihre Gedanken mitzuteilen!

0 Vorwort: Abschluss und Beginn

Kapitel I: Körper-Umwelt

Kapitel II: Funktionszyklus

Kapitel III: Ein Objekt

Kapitel IV: Körper und Zeit
Kapitel IV-A: Der Körper, der keine Maschine ist – ein anderes Konzept
a) Der Körper als der sich fortsetzende Prozess
b) Ein gesamtes Implizieren
c) Körper-Umwelt 2 und Umwelt 3 als Subprozesse des Körpers
d-1) Symbolische Funktionen des Körpers
d-2) Einige Anforderungen an unsere weitere Konzeptbildung
e) »Alles-durch-Alles« (eveving)
f) Ausrichten (focaling)
g-1) Relevanz
g-2) Alte und neue Modelle: einige Gegensätze
h-1) Kreuzen, Metapher, Gesetz des Geschehens
h-2) Freiheitsgrade
h-3) Schematisiert werden durch Schematisieren (»sds«)
h-4) Die zwei Richtungen des »sds«

Kapitel  IV-B: Zeit: Umwelt 2 und Umwelt 3, Geschehen und Implizieren

Kapitel V: Evolution, Erneuerung und Stabilität
Kapitel V-A: Ereignisse, die dazwischenkommen
a) große neue Ereignisse
b-1) die neue Sequenz von letzten Stückchen
b-2) gestoppte/weitergehende Prozesse
Kapitel V-B: Stabilität: der offene Zyklus
[Kernmodell der Adaptivität]

Kapitel VI: Verhalten
Kapitel VI-A: Verhalten und Wahrnehmung
a) Verhalten
b) Wahrnehmung
Kapitel VI-B: Die Entwicklung des Verhaltensraums
1. Motivation
2. Kreuz-kontextuelle Herausbildung [Situation]
3. Verhaltensraum
a) Raum, den man haben kann
b) Raum-und-Zeit, die wir haben können
c) Zwei Sektoren des offenen Zyklus
4. Pyramidisieren
5. Objekt-Bildung: Objekte stellen sich heraus (fall out)

Kapitel VII: Kultur, Symbol und Sprache
Kapitel VII-A: Ein symbolischer Prozess
a) Körperaussehen
b) Der Tanz
c) Repräsentation
d) Verdoppeln
e) Ausdruck
f) Die neue Art des Vorantragens [Selbst-Bewusstheit, Selbst-Bewusstsein]
g) Bilder [Intentionalität]
h) Gesehenes und Gehörtes [stabile Objekte „fallen“ aus gestischen Prozessen heraus]
i) Handlung
j) Allgemeines (Arten)
k) Handlung und Gebärde
l) Eingestellte Rituale (Slotted Rituals)
m) Herstellen und Bilder
n) Frische Herausbildung von Sequenzen und Werkzeugen
o) Schematische Begriffe: verwoben; implizites Funktionieren; gehalten; rekonstituiert

Kapitel VII-B: Proto-Sprache
a) Innerer Raum
b) Der Kipp-Punkt
c) Die Ordnung [Etablierung und Stabilisierung des symbolischen Raums]
d) Abwesender Kontext im gegenwärtigen Kontext
e) Das Kreuzen der Cluster und so genannte »konventionelle« Symbole
[Zusammenfassung VII-B a bis e: Symbole = Beziehung]
f) Sprachbildung: Zwei Arten von Kreuzen
f-1) Vermitteltes Vorantragen; Sprachgebrauch
f-2) Kontext(e) sammeln, Arten bilden sich
f-3) Laterales und sammelndes Kreuzen
f-4) Wort-Bildung
f-5) Kurze Einheiten
f-6) Der Kontext eines Wortes; gesammelte Kontexte und Interaktions-Kontexte [Kultur]
f-7) Syntax
f-8) Sprachgebrauch; neue Situationen
f-9) Diskursiver Wort-Gebrauch vs. Kunst; Erneutes »Alles-durch-Alles«-Geschehen vs. Wieder-Wiedererkennen. (re-eveving vs. re-recognition)
f-10) Neuer Ausdruck
f-11) Frische Sätze
f-12) Mit Bedacht
f-13) Mehr als ein Kontext: menschlicher Raum und menschliche Zeit
g) Wann kippt es? Das Ende der Lautbildung durch den Gebrauch der Sprache

Kapitel VIII-A: Mit dem Impliziten denken
a) Einführung
b) Direkter Referent und gefühlte Veränderung (Felt Shift)
c) Die neue Art der Sequenz
d) Relevanz und das perfekte Feedback-Objekt
e) Das Schema des neuen Vorantragens und des neuen Raums
f) Einige kurze Punkte, welche die Bildung des Direkten Referenten veranschaulichen
g) Zusatz zu Kapitel VIII-A.f [+ kurzer Ausblick]

4 Gedanken zu „Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell (Übersicht)

  1. Pingback: Kernmodell der Adaptivität [Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell (V-A b-2 x b-1)] | Dr. Tony Hofmann

  2. Pingback: Kernmodell der Adaptivität | Dr. Tony Hofmann

  3. Pingback: Ein Sanduhr-Modell (theory for everything, revisited) | Dr. Tony Hofmann

  4. Pingback: Prinzipien des Prozessdenkens | Dr. Tony Hofmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.