Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell. (IV-A g2 – alte und neue Modelle)

Altes Modell: Fest umrissene, gleichbleibende Einheiten, die da sind (z.B. Atomteilchen, Menschen, Gegenstände, Dinge,…), geben einen Rahmen vor; innerhalb dieses Rahmens gibt es konkrete Möglichkeiten dafür, was als nächstes geschehen kann. Dieser Möglichkeitsraum ist somit relativ begrenzt.

Neues Modell: Es gibt keine gleichbleibenden Einheiten, die primär sind, sondern „am Boden des Seins“ finden wir lediglich „fließende“ Prozesse – das gesamte Möglichkeitsgefüge kann somit jederzeit aufbrechen. Es ist nie vollkommen bestimmt, was geschehen kann; die bestehenden Möglichkeiten partizipieren lediglich in dem Potenzial für die Fortsetzung eines Prozesses. Und auch rückblickend erkennen wir nach einem Geschehen vielleicht andere Möglichkeiten, als die, die existierten, bevor das Geschehen geschehen ist.

Geschehende Ereignisse verändern somit potenziell gegebene Möglichkeiten in jeder Hinsicht (vorwärts und rückwärtsgerichtet).

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