Buchempfehlung: Yoram (Ulrike Kolb)

„Ich hatte so eine Idee von Liebe, aber wusste nicht, woran man sie erkennt. Erst mit Yoram war es anders. Vielleicht sind meine Gefühle für ihn am besten damit beschrieben, dass ich in dem Moment, wo wir uns füreinander entschieden hatten, aufgehört habe, nach einer Definition für mich zu suchen. Yoram ist für mich ein Zustand geworden, mein Lebenszustand, mein Leben.“ (166)

„Das Gelände war nicht nur nach außen abgesperrt, sondern vielfach nach innen. Überall Stacheldrahtzäune, überall Pfosten. Man konnte nicht vom Frauenlager ins Männerlager gehen, nicht vom Familienlager ins Zigeunerlager, alle Bereiche waren getrennt voneinander. Eine verwirrende Ordnung, in die ich mir die Baracken, von denen nur noch die Schornsteine standen, hineinzudenken versuchte. Unendlich viele Linien, überall, so weit man blicken konnte.“ (223)

„… wenn etwas immer in dir drin ist und du immerzu voll davon bist … dann kann man nicht mehr von daran denken sprechen, dann ist das irgendwann du selbst …“ (282)

 

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