Buchempfehlung: Schmetterling und Taucherglocke (Jean-Dominique Bauby)

„Ich kultiviere die Kunst, Erinnerungen aufzukochen.“ (37f)

„Erlöst von solcherlei Radau, in der wiedereingetretenen Stille, kann ich die Schmetterlinge hören, die in meinem Kopf umherfliegen. Dazu ist viel Aufmerksamkeit und sogar Sammlung nötig, denn ihre Flügelschläge sind fast unhörbar. Etwas lautes Atmen genügt, um sie zu übertönen. Es ist übrigens erstaunlich – mein Hörvermögen bessert sich nicht, und doch höre ich sie immer deutlicher. Ich muss ein Ohr für Schmetterlinge haben.“ (96f)

Ein Buch geschrieben von einem Menschen, der nach einem Schlaganfall nur noch sein Augenlid bewegen konnte. Wie eingesperrt muss er sich vorgekommen sein. Ein bisschen erinnert mich das, was er beschreibt, ans Meditieren. Nur, dass ich weiß, dass das Meditieren begrenzt ist. Der Zustand, in dem sich der Autor befand, dauerte an, bis an sein Lebensende.

 

 

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