Buchempfehlung: Wildnis ist ein weibliches Wort (Abi Andrews)

Zentraler Gedanke des Buchs: Das Freiheitsstreben, das die Kultur verlassen will, sich in die Wildnis begibt, sich befreien will von den Zwängen der Gesellschaft, ist selbst das, was die „Maschinerie“ der Gesellschaft hervorbringt. Denn es erzeugt eine Art von (v.a. sprachlicher) Dualität, die Enge und Druck erzeugt, welche dann wiederum verlassen werden müssen usf. – ein Teufelskreis.

Freiheitsstreben und gesellschaftliche Enge implizieren einander.

„Für die Eskimos birgt Geheimhaltung Macht und ist für das Kontinuum der Magie unerlässlich. Wenn ein Jäger ein singendes Tier entdeckt, das ein gutes Omen für die Jagd in diesem Gebiet ist, darf der Jäger den anderen nichts von seiner Entdeckung erzählen, weil die Magie sonst von ihrer Wirkung verlöre.“ (S. 301)

„Neben einem anderen Menschen zu schlafen, erschafft ein Gefühl von Vertrauen. Als würde man sich einem anderen Menschen von seiner verletzlichsten Seite zeigen, indem man so nah bei ihm schläft, und vielleicht kan man das durch solche Nähe entstandene Vertrauen auf alle Menschen ausweiten, die in den umliegenden Häusern schlafen. Genau das fehlt mir gerade schrecklich.“ (S. 319)

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