Der (Klima-) Wandel hat schon begonnen

Heute waren es hier, wo ich wohne, 39 Grad. Einerseits kann ich diese Hitze fast sogar etwas genießen. Andererseits macht es mir auch richtig Sorgen. Als ich nachts um 22 Uhr die Pflanzen auf meinem Balkon mit dem Schlauch gegossen habe, dachte ich: Welche ein Luxus das ist, dass ich das so machen kann. Viele Menschen auf dieser Welt können nicht einfach den Wasserhahn aufdrehen. Ob es wohl in einigen Jahren noch so sein wird? In einigen Jahrzehnten? Werden wir irgendwann das Wasser rationieren müssen?

Als ich fertig war mit dem Gießen, dachte ich an meine Oma. Das ist nicht mehr normal, dass Sommer für Sommer diese Hitzerekorde gebrochen werden. So würde sie wohl sagen. Der Kimawandel hat längst begonnen. Meine Großeltern haben in einer anderen Zeit gelebt, sie sind kurz vor dem Beginn dieser Zeit gestorben. Es fühlt sich unsicher an, was kommen wird, vor allem die Wanderungsbewegungen auf der Welt werden zu vielen Konflikten führen. Es wird Kämpfe geben. Auch Figuren wie Donald Trump sind eigentlich Vorboten dieser neuen Zeit.

Zugleich muss ich sagen, dass die Tomaten noch nie so lecker waren, wie dieses Jahr. Während ich diese Zeilen tippe, sitze ich mit dem Laptop auf einem flachen Klappstuhl neben eben diesem Tomatenstrauch. Und genieße die warme Sommernachluft. Lausche den Grillen in der Ferne und über mir breitet sich das Sternendach aus. Was der Wandel letztlich bringt, wissen wir nicht. Nur eines ist sicher: Dass Dinge sich ändern werden. Der Wandel hat schon begonnen.

2 Gedanken zu „Der (Klima-) Wandel hat schon begonnen

  1. Marika Busch Antworten

    …auch in mir hat schon länger ein Wandel begonnen.
    Ein vielschichtiger, Frucht reifender. Teile von Unausgegorenem im Blick…
    Das erinnert mich gerade an den Wein, den mein Opa Jahr für Jahr in seiner kleinen Gartenlaube ansetzte. Mit Utensilien die allesamt zusammengeborgt oder ertauscht waren. Geld war keines übrig in dieser Zeit. Was übrig zu sein schien war wohl Zeit selber. So nehme ich es aus heutiger Sicht wahr. Damals, als Kind, sah ich in Opa`s leuchtenden Augen die Ruhe die er in sich trug, sobald er sich mit „seinem Wein“ beschäftigte. Manchmal, wenn etwas nicht so funktionieren wollte, nahm er mich zu sich und sagte, ein bisschen wie zu sich selbst: „Mädel, das wird schon..nur Geduld.“

    Ja, Geduld…wo und wie lange ist sie angemessen? Gut, wer da ein feines Gespür hat.
    Ich entsinne mich an triefend saftig reife Birnen in Oma`s Garten, die einen ganzen (Bienen;)Schwarm von heißen Sommern in mir wachrufen…
    Also auch vor über 45 Jahren gab es sie, die heißen Sommer.
    Doch irgendwie stetiger – verlässlicher.

    Ja Verlässlichkeit…sich ver und einlassen können in das was ist und kommt.
    Eine Rarität in diesen gewandelten und unruhigen Zeiten von Fake News und
    Ego -Wahn?

    Geduld, ja – aber wird das schon..?

    Unausgegorenes im Blick be-halten..

  2. Marika Busch Antworten

    …auch in mir hat schon länger ein Wandel begonnen.
    Ein vielschichtiger, Frucht reifender. Teile von Unausgegorenem im Blick…
    Das erinnert mich gerade an den Wein, den mein Opa Jahr für Jahr in seiner kleinen Gartenlaube ansetzte. Mit Utensilien die allesamt zusammengeborgt oder ertauscht waren. Geld war keines übrig in dieser Zeit. Was übrig zu sein schien war wohl Zeit selber. So nehme ich es aus heutiger Sicht wahr. Damals, als Kind, sah ich in Opa`s leuchtenden Augen die Ruhe die er in sich trug, sobald er sich mit „seinem Wein“ beschäftigte. Manchmal, wenn etwas nicht so funktionieren wollte, nahm er mich zu sich und sagte, ein bisschen wie zu sich selbst: „Mädel, das wird schon..nur Geduld.“

    Ja, Geduld…wo und wie lange ist sie angemessen? Gut, wer da ein feines Gespür hat.
    Ich entsinne mich an triefend saftig reife Birnen in Oma`s Garten, die einen ganzen (Bienen;)Schwarm von heißen Sommern in mir wachrufen…
    Also auch vor über 45 Jahren gab es sie, die heißen Sommer.
    Doch irgendwie stetiger – verlässlicher.

    Ja Verlässlichkeit…sich ver und einlassen können in das was ist und kommt.
    Eine Rarität in diesen gewandelten und unruhigen Zeiten von Fake News und
    Ego -Wahn?

    Geduld, ja – aber wird das schon..?

    Unausgegorenes im Blick be-halten..

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