Auszug aus einer eMail an einen Kollegen:

Ich unterstütze Menschen darin, klar zu kriegen, wer sie beruflich sind und sein wollen. An der Uni, aber auch in meiner Selbständigkeit. Ich unterstütze Menschen, zu ihrer eigenen (beruflichen) Identität zu finden. Das hat viel mit Resonanz zu tun. Man muss das von innen her resonanzmäßig in sich spüren, wer man ist. Es braucht diesen feinfühligen inneren Kompass. Wenn man keinen inneren Referenzpunkt hat, bleibt es nur an der Oberfläche, ist nur angelernt und beliebig. Dieser innere gefühlte Referenzpunkt ist aber keine Emotion oder Affekt, sondern mehr sowas wie ein differenzierter innerer Spürsinn, der auch theoretisch ausgearbeitet und durchdrungen werden muss. Die Resonanz ist nur der Anfang. Es darf nicht beim bloßen Empfinden bleiben. Ich muss auch sagen können, was ich da eigentlich spüre. Und darauf kann man systematisch hinarbeiten. Ich unterstütze Menschen, sich sicher in sich selbst zu verankern. Ich helfe ihnen, wissen und sagen und begründen zu können, wer sie sind, und was sie tun und wie sie es tun und wie nicht. Ich bin ein innerer Verankerer. That’s it. Das ist mein Beruf.

Manchmal beobachte ich bei Klienten, dass die Augen feucht werden, während sie eine persönliche, tief empfundene Wahrheit aussprechen. Oder jemand stößt eine Art von „Urschrei“ aus, als würde er frisch geboren werden. Oder ich sehe den überbordenden Stolz in den Augen eines Autors, der seine frisch gedruckten Bücher aus vollen Händen an seine Leser verteilt.

Diese Erlebnisse geben mir ein tief befriedigendes Gefühl, und erzeugen die Gewissheit, dass meine Arbeit Sinn ergibt. Darauf arbeite ich hin.