• Well Done.

    „Pfannen sind ein kompliziertes Thema“, schrieb gerade meine Retterin aus der Not der unverständlichen österreichischen Worte. Ooooh ja. Sind sie. Aber ich bin gerade etwas stolz. Ich glaube, ich habe heute mein Pfannenproblem gelöst. Und zwar… Ein. Für. Alle. Mal.…

  • Ich möchte nicht „mechanisch“ arbeiten.

    Mechanisch bedeutet: Ohne Kontakt zum Impliziten. Ich möchte langfristig immer weniger Tätigkeiten in meinem Leben ausführen, bei denen ich die Dinge einfach kalt abarbeite. Auch wenn ich dadurch immer langsamer werde – das ist okay. Ich möchte nicht mit dem…

  • So kann Kommunikation im Internet gelingen

    Lassen sich die drei Grundprinzipien experienzieller Kommunikation in digitalen Umwelten umsetzen? Detlef Girke und ich glauben: Ja, das geht! Wir haben einige konkrete Vorschläge. Mit einigen leichten Modifizierungen der Software in den Sozialen Medien dürfte sich die Wahrscheinlichkeit für gelingende…

  • Buchempfehlung: Die Stimmen von Marrakesch. (Elias Canetti)

    „Ich habe begriffen, welche Verführung in diesem Leben liegt, das alles auf die einfachste Art von Wiederholung reduziert. Wieviel oder wie wenig Abwechslung war denn in der Tätigkeit der Handwerker, die ich in ihren kleinen Gelassen arbeiten sah? Im Feilschen…

  • Buchempfehlung: Am Beispiel meines Bruders (Uwe Timm)

    „Die Vätergeneration, die Tätergeneration, lebte vom Erzählen oder vom Verschweigen. Nur diese zwei Möglichkeiten schien es zu geben, entweder ständig davon zu reden oder gar nicht. Je nachdem, wie bedrückend, wie verstörend die Erinnerungen empfunden wurden. Die Frauen und Alten…

  • Buchempfehlung: Das Hohe Haus. Ein Jahr im Parlament (Roger Willemsen)

    „Die Parlamentsrede, so leidenschaftlich sie sich gibt, informiert eigentlich nur noch Plenum und Öffentlichkeit über eine Position, trägt aber nicht mehr zur Entwicklung von Positionen bei. Deshalb ist der Aufwand an Überzeugungsarbeit nur noch thetorisch, die Rede für das Abstimmungsverhalten…

  • Buchempfehlung: Mein Jahr draußen (Robert McCrum)

    „Ich lese gerade eine billige Penguin-Ausgabe der Selbstbetrachtungen von Marcus Aurelius (von Größe und Gewicht her ideal, um einhändig zu lesen) und fand heute diese Stelle: ‚Die Dauer des menschlichen Lebens ist ein Augenblick, das Wesen ein beständiger Strom, die…

  • Vom Meditieren

    Meditieren ist eine krasse Sache. Seit etwa 10 Jahren praktiziere ich es, mal mehr, mal weniger konsequent. Seit etwa einem halben Jahr sitze ich fast jeden Morgen für etwa 10 bis 25 Minuten. Ein Kurs bei Nauka in Eiblstadt hat…

  • Wirklich hinschauen

    Was entdecke ich im Dranbleiben, wenn ich es vom Selbstdenken her betrachte? Dass das Dranbleiben nicht auf eine einzelne Person beschränkt ist. Es ist eher ein Dranbleiben am Thema, ein Dranbleiben an meinen Wünschen, ein Dranbleiben an meinem Gespür. Es…

  • Gedankliche Konventionen loslassen

    Was ist das Wesen des Kontakt haltens aus Sicht des Selbstdenkens? Es ist nur ein gefühlsmäßiges Kontakthalten. Es ist nicht ein Kontakthalten, das sich auf Konsense, Konventionen oder gemeinsam-geteilte Ideologien beruft. Es ist ein Kontakthalten, das jegliche gedankliche Strukturen loslässt…

  • Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell. (0 Abschluss und Beginn)

    Ein kurzes Vorwort: Dieses Projekt ist „work in progress“, d.h. es ist nicht perfekt, sondern eher eine Einladung, sich selbst einen Reim darauf zu machen, was Prozessphilosophie sein könnte. Lassen Sie sich auf die „ungeheure Komplexität“ ein, die zwischen den…

  • to focus on something

    Jetzt am Ende des Projekts Prozessphilosophie beginne ich so langsam, wirklich zu verstehen, warum Focusing eigentlich Focusing heißt. Das ist lustig. Denn ich kenne Focusing schon seit etwa 10 Jahren, praktiziere es regelmäßig und es ist mir gewissermaßen in Fleisch…

  • Verletzbarkeit zulassen

    Was erkenne ich im Verschenken des Hungers, wenn ich es aus der Perspektive des Dranbleibens anschaue? Dass der Hunger in immer anderem Gewand daherkommt: Manchmal als Neugier, manchmal als Lust, manchmal als liebevolle Zuwendung, manchmal als der Wille, zu kämpfen,…

  • Immer wieder neu orientieren

    Was ist das Wesen der stimmigen Richtung, wenn ich sie vom Dranbleiben her betrachte? Dass die stimmige Richtung etwas „Abgehacktes“ hat. Sie ist keine Richtung, die einmalig gewählt wird und feststeht, und dann durchgängig durchgezogen wird, sondern sie gleicht eher…

  • Innere Unstimmigkeiten kultivieren

    Was erkenne ich im Selbstdenken, wenn ich das Dranbleiben mit berücksichtige? Dass ich mich nie vollkommen darauf verlassen kann, dass ich Dinge vollständig verstanden habe. Ich habe wirklich nie „ausgelernt“. Es kann immer auch ganz anders sein, als ich denke.…

  • Das Wollen loslassen

    Was erkenne ich im Kontakthalten, wenn ich es aus der Perspektive des Dranbleibens anschaue? Die beiden Begriffe sind sehr ähnlich. Dennoch unterscheiden sie sich auch sehr fein voneinander. Kontakthalten ist stetig, Dranbleiben hingegen ist unstetig. Beides gehört zusammen. Das Kontakthalten…

  • Behutsam führen

    Was erkenne ich im Verschenken des Hungers, wenn ich es aus Sicht des Kontakthaltens betrachte? Dass der Hunger nicht beliebig ist. Es ist nicht ein alter, unerfüllter Hunger, der aus der Kindheit übrig geblieben ist. Dieser Hunger könnte von meinem…

  • Die eigene Vergangenheit loslassen

    Was erkenne ich im Gespür für eine stimmige Richtung, aus Sicht des Kontakts? Dass die Richtung sich im Außen immer ändern kann. Je nach Situation, die im unmittelbaren Kontakt erkennbar wird. Eine stimmige Richtung ist eine von innen her gefühlte…

  • Widersprüche begrüßen

    Was erkenne ich im Selbst denken, aus Sicht des Kontakts? Dass ich mich immer wieder ablösen muss. Wenn ich in Kontakt bin, heißt das nicht automatisch, dass ich alles, was ich im Kontakt erfahre, auch übernehmen muss. Kontakt heißt nicht…

  • Immerwährender Anfängergeist

    Was erkenne ich im Dranbleiben, aus Sicht des Kontakts? Dass ich an immer anderen Punkten dran bin. Es ist kein stetiges dran bleiben, sondern eines, das hüpft und springt. Das Dranbleiben fragt immer wieder frisch: „Was ist jetzt?“ und „Was…

  • Was ist männliche Intuition?

    Da sein und den Kontakt halten. Es immer wieder neu und immer wieder anders versuchen: Dran bleiben. Wissen, was ich will und was nicht: Selbst denken. Ein Gespür für eine stimmige Richtung entwickeln (statt „nur“ explizite Ziele zu setzen). Meinen…

  • Die Zerbrechlichkeit der Normalität

    Ich laufe morgens durch die Straßen des Nachbarstädtchens. Bin auf dem Weg zum Optiker, um meine Augen vermessen zu lassen. Mit einer Freundin spiele ich das Spiel (per Whatsapp): Was macht Dein Leben lebenswert? Was ich in diesem Moment denke,…