Holtmann, S.C. & Hofmann, T. (2018): Prozess – Interaktion – Erleben. Qualitätskriterien für eine gelingende sonderpädagogische Diagnostik.

Holtmann, S.C. & Hofmann, T. (2018): Prozess – Interaktion – Erleben. Qualitätskriterien für eine gelingende sonderpädagogische Diagnostik. In: Behinderte Menschen 4/5/2018 (41). S. 27-31.

Was ist gute Diagnostik? Beim Versuch, diese Frage zu beantworten, werden meist die klassischen Gütekriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität genannt. Diese Kriterien stellen eine wichtige und hilfreiche Auskunft über die Qualität diagnostischer Verfahren dar und ermöglichen den fachlichen Austausch und inhaltlichen Vergleich. Diese Kriterien beziehen sich jedoch lediglich auf standardisierte diagnostische Instrumente. Sonderpädagogische Diagnostik ist viel mehr als die bloße Anwendung eines diagnostischen Instruments. Es kann äußerst oberfächlich und gefährlich sein, den Interaktionsprozess eines Kindes mit seiner Umwelt (vgl. Stein, 2017) im sonderpädagogischen Kontext lediglich auf die Ergebnisse standardisierter diagnostischer Instrumente reduzieren zu wollen. Offen bleibt somit die Frage, wie es möglich ist, Kriterien für die Güte des gesamten diagnostischen Prozesses (Planung, Erhebung, Auswertung, Umsetzung der Ergebnisse und Evaluation) zu formulieren.

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