Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell. (VII-B g Wann kippt es? Das Ende der Lautbildung durch den Gebrauch der Sprache)

Der symbolische Raum verfestigt sich. Das Kippen ist ein kulturbildender Prozess. Das Wortsystem, das neben dem Lebenssystem zu bestehen beginnt, bekommt eine eigene Kraft. Es „wird zu viel“. Ein Wort (ein Ton) kann nie mehr das Ganze der Interaktionssequenzen versionieren. Das Wortsystem wird so stabil und in sich verzahnt, dass wir mit einzelnen Worten gar nicht mehr aus dem Wortsystem herauskommen. Wir können nur noch innerhalb dieser Kultur agieren. Indem wir sprechen, rekonstituieren wir das System.

Ähnlich wie beim eMailschreiben: Vor dem Kipppunkt des Mailschreibens hat eine einzelne Mail einen Unterschied gemacht. Heute bekommen wir viele Mails und kommen mit Hilfe des Mailschreibens nicht mehr aus dem Mailschreiben heraus. Wir sind gewissermaßen darin „gefangen“.

Ein Gedanke zu „Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell. (VII-B g Wann kippt es? Das Ende der Lautbildung durch den Gebrauch der Sprache)

  1. Pingback: Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell (Übersicht) | Dr. Tony Hofmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.