Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell. (VII-B f-7 Syntax)

Welche Worte können wann wie gebraucht werden? Hierfür gibt es syntaktische „Regeln“, die aber immer auch Ausnahmen haben. Denkt man prozesshaft, so wird deutlich, dass es eigentlich keine allgemeingültigen Regeln geben kann. Jedes Wort sammelt seine eigenen Verwendungsarten – Regeln sind nur eine ungenügend vereinfachende Abstraktion. Sprache ist, prozesshaft gedacht, eigentlich bunt und vielfältig. Sprache ist das, was von Verhaltenssequenzen vorangetragen wird, die wiederum von körperlichen Prozessen vorangetragen werden. Sprache emergiert aus dem Körper, sie ist körperlich impliziert.

Weiterführender Gedanke: Individualität kommt spät. Das Soziale ist zuerst da. Passend dazu das Adorno-Zitat aus den Minima Moralia: „Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen.“ 🙂

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