Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell. (VII-B f-5 kurze Einheiten)

Worte bilden sich, indem aus den gesamten Lautsequenzen bestimmte Aspekte vorantragen. Dabei muss man bedenken, dass die Lautsequenzen als solche noch gar nicht von vornherein explizit existieren, sondern es gibt nur das implizite Kontextgewebe, aus dem bestimmte Aspekte vorantragend herausgehoben werden. Das sind dann die Worte. Dies ist mehr das Prinzip des „Emergierens“ und nicht des „Selektierens“ von Aspekten. Diese Worte sind eher kurz (also eigentlich: Silben) – erst später im Prozess der Sprachbildung werden dieses Silben rekombiniert, um komplexere Worte herauszubilden. Irgendwann ist der Sprachbildungsprozess weitgehend abgeschlossen – es kommen dann keine neuen Worte mehr zum „Wortschatz“ hinzu.

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