Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell. (VII-B f-13 Mehr als ein Kontext: menschlicher Raum und menschliche Zeit)

Dualität: Leben vs. Sprache

Im Prozessdenken ist eine Person keine Einheit, sondern eine Art von Kondensationspunkt im Prozessgewebe des Lebens. Dies gilt auch für einzelne Worte. Ein Wort alleine macht keinen Sinn. Es macht nur Sinn, wenn wir es innerhalb von Sprachprozessen denken (z.B. Texten oder Sätzen).

Diese beiden Ebenen sind auch implizit ineinander: Sprache macht gar keinen Sinn ohne die Lebensprozesse, die sie vorantragen. Und auch Lebenssituationen werden durch die Sprache „geartet“ – sie werden hierdurch geschaffen und rekonstituiert.

Menschlicher Raum und menschliche Zeit sind situativ – Situation ist dabei nicht nur Physis, sondern auch ein Konstituiertsein in den menschlichen Beziehungen, die sprachlich durchdrungen sind.

Beziehung ist Sprache. (Beim Menschen)

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