Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell. (VII-B a innerer Raum)

Prozessgrenzen sind Relevanzgrenzen: Was partizipiert in einem Prozess und was nicht?

Innen = Außen
Innerer Raum = äußerlich Beobachtbares

Der innere Raum ist gar nicht so abgeschottet von den kontextuellen Gegebenheiten, wie wir normalerweise annehmen würden. Ein Organismus hält einen Verhaltenskontext in einer symbolischen Sequenz (z.B. eine kämpferische Faust-Geste) stabil. Indem ich eine Geste hervorbringe, fühle (halte, prozessiere, versioniere,…) ich das Kämpfen körperlich – zugleich versetze ich mich und mein Gegenüber in einen symbolischen Kampf-Raum. Das Fühlen des Kampfkontexts in der Geste ist zugleich das, was von außen wahrgenommen wird. Mein Gegenüber sieht jedoch nur die einfachen Bewegungen, und nicht das, was diese in meinem Körper versionieren – das ist die Stelle, an der Innen und Außen auseinanderfallen.

2 Gedanken zu „Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell. (VII-B a innerer Raum)

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