Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell. (VI-B 5 Objekt-Bildung: Objekte stellen sich heraus (fall out))

Objekte fallen aus sich pyramidisierenden Verhaltenssequenzen heraus. Sie sind gewissermaßen das Invariante im Prozesshaften, was sich immer mehr zum Objekt „verdichtet“. Dies ist deswegen möglich, weil alle möglichen Verhaltenssequenzen in einem komplexen Gewebe aus Möglichkeiten im Körper implizit „ineinandergekreuzt“ sind („Alles-durch-Alles“). Ein Objekt ist das, was über alle potenziellen Verhaltenssequenzen hinweg „übrig bleibt“. Objektkonstanz ist also eine Funktion von Verhalten: Ohne Verhalten gibt es für einen Organismus keine Objekte, und so lange es Verhaltenssequenzen gibt, die komplex mit- und ineinander verschachtelt sind, hat ein Organismus auch ihm eigene Objekte. Höher entwickelte Organismen (z.B. Säugetiere) haben ausdifferenziertere Verhaltensräume und deshalb auch eine größere Vielzahl von Objekten.

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