Eugene T. Gendlin: Ein Prozess-Modell. (VI-A Verhalten und Wahrnehmung)

Verhalten = Wahrnehmung. Wie kann man diese Formel verstehen?

Verhalten ist Körperbewegung, die sich aus der Dynamik eines Stopps heraus ergibt, die dabei Möglichkeiten dafür schafft, dass sich gestoppte Prozesse anderweitig oder verändert fortsetzen können. Der Organismus steht über einen „offenen Zyklus“ in direktem Fühlkontakt mit sich selbst und zugleich mit den Gegebenheiten der Umwelt. Auf diese Weise nimmt er, indem er sich bewegt, „intuitiv“ Möglichkeiten dafür wahr, wie und wo eine unmittelbare Fortsetzung des Stopps möglich ist.

Ohne den Prozessstopp gäbe es keinen eigenständigen (sich aus dem funktionalen Prozess-Kontinuum herauslösenden) Verhaltens-Wahrnehmungs-Prozess, der in sensiblem Fühlkonktakt mit der Umwelt steht. Der Wahrnehmungs-Verhaltens-Prozess ist gesteigerte Sensibilität für Bedürfnisse/Möglichkeiten.

Verhalten und Wahrnehmung sind ein und dasselbe, weil Bedürfnisse und Möglichkeiten im (adaptiven) Verhaltens-Wahrnehmungs-Prozess ein und dasselbe sind.

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